Freude gehört auch dazu!

Gestern geriet ich in eine aggressive Stimmung. Wenn etwas nicht so lief, wie ich es wollte, drohte ich zu explodieren. Ich wußte nicht, was los war. Über Stunden wollte einfach nichts funktionieren. Mal streikte der Computer, mal vergaß ich etwas Wichtiges und mußte mit dem Auto umkehren, obwohl ich in Eile war. Es wurde unerträglich.

Am Nachmittag entschloß ich mich zu einer Systemaufstellung. Mittlerweile war ich neugierig, was hinter der Energie steckte, die in mir hochstieg wie in einem Vulkan. Es fühlte sich an wie Wut. Ich hätte schreien können. Doch, welche Überraschung, bei der Aufstellung zeigte sich die geballte Ladung als große, zurückgehalten Freude. Ich wußte auch sofort, worüber ich mich so heimlich freute. Es war die Privatpraxis, die ich Anfang März in Bad Tölz eröffnen werde. Ich freute mich, ohne daß ich mir die Freude offenbar erlaubt hatte. Jetzt lag sie offen zu Tage.

Endlich werde ich meine Art der Ganzheitsmedizin praktizieren können, die ich über so viele Jahre entwickelt habe. Symptomaufstellungen, Familienaufstellungen und energetische Heilmethoden werden die Säulen meiner Behandlungen bilden.

Den Rest des Tages freute ich mich bewußt und war sehr guter Dinge. Aggression spürte ich nicht mehr. Die Energie war in Fluß gekommen. Alles funktionierte wie am Schnürchen. Sogar der Computer arbeitete mir wieder zu.

Freude!

Es gibt noch mehr Grund zur Freude. Am Donnerstag fliege ich für eine Woche nach Berlin zur Berlinale. Seit neun Jahren bin ich jedes Jahr dort. Es ist zum Ritual geworden. Jedesmal dasselbe Hotel, dasselbe schöne Zimmer. In Berlin kreuzen sich Wege, die lange getrennt verlaufen sind. Überraschungen sind willkommen! Ein Anruf genügt und schon sitzen zwei Menschen bei einem Drink oder einem Kaffee, verbinden sich erneut und, wer weiß, schaffen vielleicht in Zukunft etwas ganz Großes. Geballte Kreativität trifft sich in diesen Filmtagen in Berlin. Auf Empfängen, in den Lounges oder spät nachts in einer Bar feiert man die Früchte des letzten Jahres und plant Neues. Oder plaudert einfach, weil es so schön ist, sich nach langer Zeit wieder einmal zu sehen.

Energie? Vorsicht, es könnte auch Freude sein!

Empfohlene Übung:

Horchen Sie in sich hinein. Einige Minuten brauchen Sie schon dazu. Schauen Sie, ob es derzeit einen Grund zur Freude gibt. Vielleicht haben Sie es bloß nicht gemerkt. Befreien Sie die Freude aus Ihrem Inneren. Erlauben Sie sich Freude.

Vielleicht werfen auch kommende beglückende Ereignisse ihre Freudestrahlen schon in den gegenwärtigen Augenblick. Grundlose Freude ist auch gut. Der Grund wird sich schon entdecken.

Wenn es Ihnen leichter fällt, tanzen Sie. Wenn die Freude irgendwo sitzt, wird sie sich zeigen.

Empfehlung für neue Leser: Wenn Sie diesen Blog neu entdeckt haben, empfehle ich Ihnen, auch die älteren Einträge von Anfang an wie ein Buch zu lesen. Wenn Sie es wünschen, kommentieren Sie nach Lust und Laune. Auch Ihre Gedanken gehören dazu und bereichern die Welt. Sobald Sie schreiben, werden Sie gelesen!

Ihr

Karl-Heinz Rauscher
http://www.dr-rauscher.de

6 Kommentare »

  1. Lieber Karl-Heinz,
    bei dir lernt man nie aus!!!
    Auf die Idee bin ich auch noch nicht gekommen, das wenn an einem Tag vieles schief läuft FREUDE
    der Grund sein kann.
    Danke.
    Es ist einfach bereichernd deine Beiträge zu lesen. Ich warte schon immer auf den Nächsten.
    Ganz liebe Grüße
    Brigitta Christ

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  2. Danke für Deine Worte, Brigitta. Ich hatte das schon früher einmal erlebt, aber nicht in dieser Intensität. Auch positive Gefühle können etwas Zerstörerisches haben, wenn Sie zu lange zurückgehalten werden.
    Ich vermute, daß es sich mit der Liebe auch so verhält. Einfach von Anfang an alles fließen lassen ist offenbar das Rezept
    .
    Wir haben hier einen Meter Schnee und Sonne. Ein herrlicher Tag.
    Sonnigen Tag auch für Dich.
    Herzliche Grüße
    Karl-Heinz

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    • Wut ist geballte Energie, wo man so gut nutzen kannn für die Engergiearbeit.War am Wochenende
      auf einen Semenar die Heiligen Gebete, Abbeten, Besprechen und Gesundbeten uralte Heilgebete
      jetzt muss ich Sie erst verinnerlichen , bevor ich auf die Menschheit losgelassen werden kann.
      So ist eben jeder auf den Weg, wo Ihn der Herrgott hinstellt. Wie gesagt in jeden Anfang wohnt ein
      Zauber inne. Alles Gute und Liebe Maria Anna

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  3. Hallo Karl-Heinz
    Wow, danke für deine Worte. Ich habe die Übung gleich gemacht . Ich fühlte mich so blockiert irgendwie. Durch deine Worte wurde mir bewusst, dass ich die Freude über meine neue Küche, die nächste Woche kommt, eigentlich nicht wirklich zugelassen habe. Ich habe zwar gesagt, dass ich mich freue aber das Gefühl von Freude habe ich mir nicht erlaubt zu fühlen. Als ich für die Übung die Augen schloss, sah ich innerlich einen Fluss. Das Wasser war trüb und er floss langsam und zäh.Eher einer dickflüssigen Suppe gleich. Ich musste lachen. Als ich mir das Gefühl von Freude erlaubte, fingen Millionen von Lichtfunken an über und in dieser Suppe zu tanzen. Ich musste noch mehr lachen. Das Ende dieser Sitzung: die dicke Suppe wandelte sich in ein Meer aus Lichtfunken, es war so wunderwunderschön auf diesen glitzernden funkelnden Fluss zu schauen. Ich entschloss mich gleich mal reinzuhüpfen und ein Bad zu nehmen und die Freude in mir wollte kein Ende mehr nehmen. Daaaanke mein Lieber, ich wünsche dir und allen Bloggern einen freudvollen und gesegneten Tag.

    Barbara

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    • Danke für Deine Worte, Barbara. Da freue ich mich auch gleich mehr. Über das Konzert bei Moon Suk’s Salon heute nachmittag: http://www.salonmoon.de oder über die Vernissage danach oder einen vollkommen offenen Abend auf der Berlinale, oder über das neu entfachte Interesse an meinem Theaterstück „Mensch“ und das ist noch nicht mal alles. Grund für die meiste Freude ist immer die Liebe im Herzen!
      Schönen Sonntag.
      Karl-Heinz

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