Energie gehört auch dazu!

Ohne Energie geht nichts. Stillstand, Kälte, Erstarrung, Tod.

Energie ist Leben, Wärme, Hitze, Bewegung, Austausch, Kommunikation. Alle Energie kommt von unserer Sonne, also fast. Die Atomenergie nicht, die stammt aus früheren Sonnen. Was noch? Ach ja, die Bewegungsenergie der Asteroiden mag auch zum Teil von außerhalb unseres Sonnensystems stammen.

asteroideneinschlag

Aber sonst kommt alle Energie auf Erden von unserer Sonne. Die Pflanzen speichern die Sonnenenergie, indem sie aus dem energiearmen Kohlendioxid der Luft energiereiche Kohlenstoffverbindungen wie Zucker und Stärke herstellen. Mit der Nahrung nehmen wir die gespeicherte Sonnenenergie auf. Alles, was wir essen, hat einen pflanzlichen Ursprung, Kartoffel, Reis, Getreide, Gemüse, Salat, Gewürze, Vitamine, Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte.

In unseren Körperzellen wird Sonnenenergie durch die innere Verbrennung freigesetzt. Dabei werden die Kohlenstoffatome wieder voneinander getrennt und an den eingeatmetetn Sauerstoff gebunden. Energie wird frei und steht uns für Wärme, Bewegung und den Aufbau unseres elektromagnetischen Feldes zur Verfügung. Außerdem entsteht Kohlendioxid, das die Pflanzen brauchen, um Sonnenenergie zu speichern. Der Kreislauf schließt sich.

Kohle, Öl, Gas, Wind, Wellen. Alles Energie aus der Sonne. Halt, die Gezeiten! Die werden vom Mond verursacht und seiner Schwerkraft. Tja, wird’s jetzt kompliziert oder was? Schwerkraft! Also, der Mond soll ja bei einem riesigen Asteroideneinschlag entstanden sein und aus Teilen dieses Asteroiden und aus Teilen der „Urerde“ bestehen. Wieder spielt Energie von außerhalb des Sonnensystems eine Rolle. Wer weiß woher der Asteroid kam? Wieso ist er Mond überhaupt noch da? Na ja, wegen der Schwerkraft. Erde und Mond fühlen sich voneinander angezogen. Schwerkraft versteht ja sowieso keiner, jedenfalls bis heute.

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Aber nicht aufgeben! Also die Gezeiten werden durch die Schwerkraft des Mondes ausgelöst, der wiederum von der Schwerkraft der Erde im Spiel gehalten wird, die wiederum von der Schwerkraft der Sonne auf ihrer Umlaufbahn gehalten wird, die wiederum von der Schwerkraft unserer Galaxie, der Milchstraße, in der Umlaufbahn um das Zentrum der Galaxie gehalten wird, die wiederum von einer noch viel größeren Schwerkraft eines noch viel größeren Zentrums, das so groß ist, daß wir es noch nicht kennen, einfach zu weit weg für unsere Fernrohre, in einer Umlaufbahn gehalten wird, die wir auch noch nicht kennen.

Einigen wir uns darauf, daß wir nicht genau wissen, was Schwerkraft ist. Aber nicht zu früh aufgeben. Wir können wenigsten schauen, was sie macht oder was wäre, wenn es sie nicht gäbe. Ich fang mal an, auch wenn ich nicht weiß, wohin die Reise geht. Klar ist, daß die Welt, so wie wir sie kennen, ohne Schwerkraft nicht existierte. Keine Zusammenballung von Materie, keine Sonnen, keine Sterne, keine Planeten. Und selbst wenn, dann gäbe es keine Atmosphäre, keine Luft zum Atmen. Denn auch die Luft wird von der Schwerkraft auf der Oberfläche der Erde gehalten. Außerdem würden wir sowieso im freien All schweben, nichts würde uns mehr auf der Oberfläche der Erde halten. Wir wären tot, nie entstanden. Ich wollte eigentlich über etwas ganz anderes schreiben. Auch keine Gezeitenbewegungen, das ginge ja noch, aber auch den Menstruationszyklus der Frauen gäbe es nicht. Wir könnten uns gar keine Gedanken über die Schwerkraft machen, wir wären nicht geboren. Das heißt jetzt nicht, daß wir geboren sind, damit wir uns Gedanken über die Schwerkraft machen. Obwohl, so genau weiß man das nicht. Kommt darauf an, was dabei herauskommt.

Also Schwerkraft! Jedenfalls ist sie das beste Symbol dafür, daß alles miteinander zusammenhängt und zwar vollkommen unsichtbar. Alles wird auf irgendeiner Bahn gehalten von weit entfernten Kräften, von mysteriösen Anziehungskräften. Dageblieben!

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Jetzt fällt mir noch etwas ein. Der heiße Kern der Erde, die glühende Lava, Vulkanausbrüche, Erdbeben durch Erdschollen, die auf glühendem Magma schwimmen. Diese gewaltigen Energien kommen auch nicht von der Sonne. Angeblich, nun gut, vorstellbar wäre es immerhin, wurde der Erdkern durch den Aufprall von Millionen Asteroiden aufgeheizt. Steinschmelze durch Bewegungsenergie von Himmelskörpern, die einfach nicht aneinander vorbeikönnen. Peng! Und schon wird’s heißer. Kommt mir irgendwie bekannt vor.
Aber bleiben wir eine Weile noch auf dem Boden.

Ohne Energie geht nichts!

Ohne Schwerkraft wäre sowieso alles Nichts, oder jedenfalls nicht da, wo es jetzt ist. Und ohne Sonnenenergie, soweit waren wir schon, kein Leben. Ich würde jetzt wirklich gern in unserem Sonnensystem bleiben, in unserem Sonnensystem denken. Als Systemaufsteller habe ich es aber schwer, in so kleinen Einheiten, nun gut so klein auch wieder nicht, zu denken, ohne gleichzeitig die größeren Einheiten zu betrachten, in denen sich unser Sonnensystem befindet, von denen es gehalten und bewegt wird.

Energie! Vielleicht gibt es eine einzige Quelle in einem weit entfernten Zentrum des Universums, in der alles seinen Ursprung hat, jetzt mal einfach vor mich hingedacht, ist doch gleich, also Schwerkraft, Sonnen- und Sternenenergie, Atomkraft, Lava, Erdbeben? Alles wird bewegt und in der Bahn gehalten durch immer weiter entferntere, aber unvorstellbar starke Zentren. Da könnte es doch sein, ich weiß, daß ist jetzt primitiv gedacht, daß man irgendwann auf ein zentrales Zentrum stößt, Quelle aller Energie.
Es sei denn, das Universum ist unendlich. Dann stellt sich die Frage nach einem Zentrum nicht mehr, es könnte überall sein oder nirgends. Auch in Ihrem Herzen!
Aber das ist im Moment noch zu kompliziert. Na gut, Sie haben recht. Nicht zu kompliziert, sondern einfach zu neu, um es denken zu können. Daß ferne Galaxien von unserem Herzen auf der Bahn gehalten werden? Was müßten wir wissen, um das zu verstehen oder auch nur als Möglichkeit zu erwägen. Also erst mal zurück zu dem, was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können. Zurück zu unserem Sonnensystem. Es ist so schön überschaubar.

Nein, das geht mir jetzt zu schnell. Nicht zu früh aufgeben! Mit der Schwerkraft bin ich noch nicht durch. Es ist doch ein Mysterium. Und Mysterien sind immer interessant. Schwerkraft ist Anziehungskraft. Da zieht ein Ding ein anderes ähnliches Ding an, nur weil es da ist, und, das darf man nicht vergessen, wird gleichzeitig von dem anderen Ähnlichen angezogen. Anziehungskraft, das kennen Sie doch. Das haben Sie auch. Wir alle haben sie. Unsichtbar ziehen wir, alleine durch unser Dasein, andere Menschen an, auch Ereignisse, wenn Sie so wollen. Manche Menschen üben eine magische, unwiderstehliche Anziehungskraft auf uns aus. Gleichzeitig ziehen wir andere Menschen auf dieselbe Weise an und zwar, das halte ich für bewiesen, schon lange bevor man sich gegenübersteht.

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Energetische Anziehungskraft ist genauso unsichtbar wie Schwerkraft und durchdringt wie sie ganze Welten. Vielleicht bewegen wir uns in unseren menschlichen Umlaufbahnen ähnlich wie die Planeten in sich überlagernden Anziehungswelten, die von anderen Menschen ausgehen. Daß auch frühere Generationen uns mit ihren energetischen Auswirkungen noch berühren, wie wir durch die Familienaufstellung wissen, oder sogar zukünftige, ungeborene Kinder schon nach uns rufen, ist so erstaunlich und neu, daß wir die Konsequenzen daraus noch nicht verstehen. Wir bewegen uns in einem emotionalen Universum. Die Frage, wo in diesem energetischen Geflecht des Lebens unsere eigene Energie ist, wie wir Zugang zu ihr bekommen und wie anziehend wir dabei werden können, ist eine hochbrisante Frage.
Aber zurück zur Quelle. Zurück zur Sonne.

Die Sonne verströmt ihre Energie ohne jede Zurückhaltung. Ein Vorbild! Übrigens verdankt die Sonne ihre Energie der Tatsache, daß es die Schwerkraft gibt. Jetzt wird’s mir selbst ein bißchen zu viel mit der Schwerkraft. Ist dieses Ding, diese Anziehungskraft wirklich so zentral wichtig? Na gut, es stimmt schon, nur durch die Schwerkraft werden Wasserstoffatome im Kern der Sonne so sehr zusammengepreßt, daß die Temperatur auf 15 Millionen Grad steigt und zwei Wasserstoffatome sich verbinden und etwas Neues, nämlich ein Heliumatom, entsteht. Das ist fast wie bei einer Zeugung. Mann und Frau in Glut, 15 Millionen emotionale Grad und es entsteht ein Kind. Pah, wir haben ja gar keine Ahnung! Wie komme ich jetzt bloß wieder auf die Sonne zurück.
Ach ja, kein Leben ohne die Sonne. An diesem Punkt ist Gott sei Dank alles gut. Die Sonne ist ja da und das ist wunderbar. Sie haben Energie, genug und mehr als genug. Sie leben!

Jetzt kommt es nur noch darauf an, was Sie mit der Energie machen, die Ihnen so verschwenderisch zur Verfügung steht. Sie haben dabei ein Wörtchen mitzureden. Wie wollen Sie leben?
Energie ist genügend da. Aber mit uns Menschen ist das so eine Sache. Wir haben unterschiedlichen Zugang zu der Energie, die in uns steckt. Kennen Sie doch! Wenn Sie sich freuen oder sogar verliebt sind, reiten Sie auf einer Welle der Energie. Wenn Sie deprimiert und traurig sind, laufen Sie auf low battery.
Woher kommt eigentlich der Schwung an Energie, wenn Sie sich freuen? Wo war sie kurz vorher? Genau, irgendwo in Ihnen steckt die Energie schon und wartet, bis es losgehen kann. Schließlich haben Sie genug gegessen, sind von Grund auf gut genährt, bekommen genügend Luft und haben ausreichend getrunken. Austrocknung oder Sauerstoffmangel kann es also nicht sein. Das Low-Battery-Syndrom ist ein Mangel an Freude! Das Leben fühlt sich so lau an, befindet sich fast am Rande der Langeweile. Jetzt, da die Freude kommt, sprühen Sie vor Energie.

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Das lohnt sich für jeden. Nach oben ist immer Luft. Wer entscheidet eigentlich darüber, ob die Energie in Ihnen befreit wird? Was glauben Sie? Genau, Sie selbst! Niemand anders. Es sei denn, Sie sind noch ein Kind. Aber dann würden Sie schwerlich diesen Artikel lesen. Als erwachsender Mensch sind Sie Herr über Ihre Energie. Alles was Sie vielleicht noch brauchen sind ein paar Informationen darüber, worauf die Energie in Ihnen reagiert, wie sie tickt und was sie braucht.
Was die Energie so gar nicht mag, sind Blockaden. Die Menge der Energie ist nicht das Problem. Sie haben genug! Das Problem ist die Blockade.

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Wenn Sie sich energielos fühlen, kann es also sein, daß Sie zwar genug Energie haben, sie aber nicht spüren, weil Sie sie irgendwo blockieren und zwar zunächst auf seelischer Ebene und dann, oder besser gleichzeitig auf körperlicher Ebene. Jede körperliche Krankheit ist Ausdruck von Energieblockaden. Mir fällt wirklich keine Ausnahme ein. Los, versuchen Sie es. Magengeschwür, meinen Sie? Klassischer Fall von Energieblockade. Wut und Ärger in sich hineingefressen, zusammengeballte Energie in der Körpermitte. Die Zellen reagieren wie der Mensch, die Blutgefäße ziehen sich aus Angst zusammen, weniger Blut, weniger Magenschleim, ungeschützte Schleimhaut, Magensäure, Magengeschwür.

Sie haben noch einen Versuch. Krebs? Okay. Krebs ist das Beispiel par excellence für geblockte Energie. Blockierte Energie wird mit der Zeit aggressiv und zerstörerisch. Die geblockte Energie bei Krebs ist Trauer und dahinter Liebe. Auf zellulärer Ebene bewirkt die geblockte Trauer eine Schwächung der Abwehrzellen. Die sind quasi auch traurig und energielos, erkennen die entarteten Zellen nicht mehr, die auch beim gesunden Menschen immer wieder als normaler Vorgang entstehen, oder haben keine Kraft, sie aus dem Verkehr zu ziehen.

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Herzinfarkt

Herzinfarkt? Auch gut. Hier sind die Zusammenhänge noch einfacher. Geblockte Liebe! Der Fluß der Liebe ist vermindert oder unterbrochen, die Blutgefäße ziehen sich zusammen, Enge der Herzkranzgefäße, Angina pectoris, Herzinfarkt, Tod.
Geblockte Liebe kann töten.

 

Wie erkennen Sie denn, ob Ihre Energie frei fließt oder irgendwo blockiert ist? Genau, Gefühle! Über die wollte ich eigentlich in einem eigenen Artikel schreiben. Aber egal. Also Gefühle. Gefühle sagen Ihnen, was los ist. Man muß nur hinfühlen. Liebe, Freude, Trauer, Wut, Ärger, Verzweiflung, was gibt’s noch, ach ja Langeweile.
Wenn die Liebe fließen kann, wenn Sie aus vollem Herzen lieben, ist das gut für Ihr Herz und für Ihr Wurzel- und Sacralchakra. Über die Chakren haben wir noch gar nicht gesprochen. Keine Angst, das ist nicht kompliziert. Chakren sind Energieschaltzentren im Körper und in der Seele. Es gibt sieben davon. Klar ist, daß Energie überall im Körper fließen muß, dort wo ein Chakra sitzt und dort wo keines sitzt. Offenbar muß die Energie aber durch alle Chakren hindurchfließen, um weiterzukommen und alle Organe zu erreichen. Ein Block an der Kreuzung und schon gibt es ein Problem.

Wenn die Trauer fließen kann, ist das für alle Ebenen gut. Denn die Liebe kommt oft nur zum Vorschein, wenn die Trauer abgefloßen ist. Dahinter steckt noch ein weiteres Gefühl, genau, die Freude.
Das Dumme bei Gefühlen ist nur, man weiß manchmal nicht, ob es die eigenen Gefühle sind oder ob sie nicht in Wahrheit jemand anders gehören, zum Teil meine ich. Wird’s jetzt wieder kompliziert oder was? Ja, genau. Jedenfalls solange man nichts von übernommenen Gefühlen weiß und wie man sie zurückgeben kann. Aber das können Sie ändern. Also, Gefühle können die eigenen sein oder von Vater, Mutter oder früheren Generationen übernommen sein. Oder eine Mischung von beiden. Wer da Klarheit schaffen will, kann eine Familienaufstellung machen oder eine Systemaufstellung der Gefühle, auch das gibt es mittlerweile.

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Familienaufstellung

Wer will schon die Gefühle von Vater oder Mutter oder den Großeltern leben? Vor allem, wenn es sich wie so oft um „negative“ Gefühle wie Trauer, Wut und Depression handelt. Warum macht man das eigentlich, Gefühle von Familienmitgliedern zu übernehmen? Ist doch sinnlos! Das ist es wirklich. Außerdem übernimmt man vor allem Gefühlsblockaden. Nicht richtig lieben können, nicht richtig trauern können, sich nicht richtig freuen können. Das ist noch viel sinnloser.
Aber das gibt es, sogar oft. Das geht so:
Das Kind liebt Vater und Mutter und glaubt – das allerdings unbewußt -, daß es den Eltern eine Last abnehmen kann, indem es ihre „negativen“ Gefühle er-trägt. Funktioniert nie! Den Eltern und Großeltern geht es deshalb nicht besser. Aber Kinder versuchen es eben, aus Liebe. Manchmal bleibt ihnen das bis ins hohe Alter erhalten. Man bleibt emotional kindlich, solange man Lasten der Eltern trägt. Es bleibt keine Energie, um richtig erwachsen zu werden und seinen eigenen Weg zu gehen. Immer diese Rückbindung in Gefühle, die einem nicht gehören und die einen am Leben stören. Wenn man nicht aufpaßt, machen es die eigenen Kinder genauso. Eine blöde Situation! Denn es hat Nachteile, wenn man im erwachsenen Leben noch kindlich reagiert und sich abhängig und klein fühlt. Der größte Nachteil? Das eigene Leben wartet vergeblich!

Bleibt die Frage, wie man übernommene Gefühle und Gefühlsblockaden, war doch gut gemeint, an Vater und Mutter zurückgeben kann. Ich kenne nur einen Weg, der wirklich funktioniert. Machen Sie eine Familienaufstellung! Wenn Ihnen dann klar ist, wo die Ursache für eine Gefühlsblockade in der Familie liegt, können Sie die Belastung im einem inneren Ritual an diejenigen zurückgeben, die es damals betroffen hat. Dann darf zum Beispiel über ein vergessenes, früh gestorbenes Familienmitglied endlich getrauert werden. Die Trauer darf fließen, sozusagen über Generationen hinweg. Die Blockade weicht auf und verschwindet nach einer Weile ganz. Dahinter erscheint Energie in Form von Liebe. Gleichzeitig spüren Sie die Freude, daß Sie weiterhin verbunden sein dürfen, was auch immer Schreckliches in der Vergangenheit geschehen sein mag.

Krieg, Vertreibung, Massengräber, Tod. Kein Wunder, daß viele in Deutschland im und nach dem 2. Weltkrieg ihre Herzen vor dem Schmerz und der Trauer um die Opfer verschlossen haben. Ist doch menschlich, ist doch verständlich. Aber daß die Enkel und Urenkel immer noch die Gefühlsblockaden der Nachkriegsgeneration in sich tragen kann man nicht verstehen. Und trotzdem ist das oft so. Jetzt kann das ein Ende haben. Die Systemaufstellung gibt Ihnen heute dazu die Möglichkeit.
Sobald Gefühle fließen dürfen, kommt die gespeicherte Energie zum Vorschein. Freude, Lebenslust und erfüllte Beziehungen.

Tja, aber Blockaden sind nur eine Möglichkeit, sich energielos zu fühlen. Ein anderer Grund, und der ist durchaus häufig, ist der Raubbau und Plünderung Ihrer Energiereserven. Man kann jeden Brunnen leeren, wenn man ihm mehr Wasser entnimmt, als nachfließen kann.

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Burnout

Aber wer macht denn sowas? Ist doch unweise, zu viel zu arbeiten, zwölf, vierzehn Stunden, bis man nicht mehr kann. Akku leer, Burnout, keine Lust mehr. Trotzdem machen das viele Menschen, hasten einem Ziel nach, von dem sie im Grunde gar nicht wissen, warum ihnen das so wichtig ist, das Ziel meine ich, und müssen dann recht schmerzhaft eine Grundlektion über Energie lernen. Energie muß nämlich Zeit haben, sich zu erneuern.

Oder, das ist noch häufiger, Sie machen die falsche Arbeit. Dann brauchen Sie gar keine Überstunden, um sich erschöpft zu fühlen. Es reicht, tagtäglich das Falsche zu tun. Da blockt dann nämlich Ihre Seele, die es schon lange besser weiß, und stellt einfach weniger Energie für die ungeliebte Arbeit zur Verfügung. Energie ist zweckgebunden. Für das Richtige ist der Akku voll, für das Falsche ist er leer. Das gilt im Übrigen für alle Lebensbereiche, auch für persönliche Beziehungen. Natürlich kann man immer weitermachen. Aber warum sollten Sie? Für das Neue ist immer Energie vorhanden. Probieren Sie es aus!

Jetzt fällt mir noch eine weitere Möglichkeit ein, wie man den Energieakku verläßlich leeren kann. Hätte ich fast vergessen. Dabei ist diese Möglichkeit sehr beliebt. Sie brauchen nur etwas Unmögliches zu versuchen und dabei zu glauben, daß es doch möglich sei. Der festgeschraubte Glaube, daß das, was man da gerade versucht, wichtig, richtig und vor allem möglich sei, ist dazu notwendig. Stellen Sie sich einen Menschen vor, der versucht den Betonpfeiler einer Autobahnbrücke mit bloßer Muskelkraft einen Meter zu verschieben. Er stemmt sich dagegen, versucht es immer weiter. Es muß doch gehen, denkt er, es muß doch gehen. Natürlich ist er bald erschöpft. Die Energie ist verpulvert. Ist doch dumm, meinen Sie. Stimmt! Das ist dumm. Aber was ist Dummheit anderes als ein Mangel an Information. Die fehlende Information ist, daß das einfach nicht geht, einen Betonpfeiler mit Muskelkraft zu verschieben.

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Falls Sie sich an einer Sache, einem beruflichen Ziel oder einer Beziehung erschöpft haben, wäre es durchaus weise, zumindest in Betracht zu ziehen, daß Sie vielleicht etwas Unmögliches versuchen, daß Sie vor einem „Betonpfeiler“ stehen. Wäre doch eine gute Idee, davon abzulassen! Es hilft auch, in solch einer Situation innerlich einige Schritte zurückzutreten, neu hinzuschauen und vor allem mit Freunden darüber zu reden. Denn die anderen wissen schon längst, daß Sie sich in etwas Unmögliches verrannt haben.
Dann ruhen Sie sich eine Weile aus und machen danach einfach etwas anderes.

Halt, es gibt noch eine weitere Dimension. – Ich muß grad aufpassen, daß ich mich nicht erschöpfe. – Denn auch wenn Sie endlich frei sind von familiensystemischen Belastungen, ihre Arbeitsbelastung reduziert und das Unmögliche aufgegeben haben, gibt es noch einen weiteren großen Energieblockierer. Genau, Ihren Verstand oder anders ausgedrückt das, was Sie den lieben langen Tag denken. Ihre Gedanken machen Ihre Welt. Gedankenkontrolle ist allerdings ziemlich mühsam. Am besten wäre es, die hemmenden Gedanken mit einem Schlag abzuschalten. Hier ist die gute Nachricht: Das ist möglich!

Dazu müßten Sie allerdings ein anderer Mensch werden. Nein, so ausgedrückt stimmt das gar nicht. Sie müßten der Mensch werden, der Sie im Kern schon immer sind. Das klingt schon besser. Okay, das Leben fühlt sich danach anders an, besser, freier, aber eben auch ungewohnt. Manch einer hat an dieser Stelle das Gefühl, sich von dem Menschen verabschieden zu müssen, der er geglaubt hat zu sein. Doch dieser Abschied dauert nicht lange und danach will keiner mehr zurück. Das ist wie bei einer Geburt. Das Alte ist zu bekannt, zu langweilig, zu gefühlsblockiert, zu eng, zu absehbar, schon vorbei.

Wie macht man das? Wie werden Sie der Mensch, der Sie im Kern schon immer sind? Sie lassen die Große Seele, die in Ihnen steckt, diesen Tag leben.

Wie das genau geht, lesen Sie im Blog-Artikel „Die große Seele“.
Wenn Sie Ihre Große Seele diesen Tag leben lassen, hören die hemmenden Gedanken mit einem Mal auf. Kein Bedauern mehr über die Vergangenheit. Keine Suche nach Schuldigen. Sogar Sie selbst sind an nichts mehr schuld. Und, es kommt noch besser. Die Gedanken an die Zukunft verschwinden ebenso. Keine Angst mehr davor, wie es kommen wird. Was bleibt ist die Gegenwart. Sie ist immer irgendwie richtig. Im gegenwärtigen Augenblick dürfen die Gefühle und damit Ihre Lebensenergie frei fließen. Wenn etwas traurig ist, trauern Sie mit all Ihren Fasern. Wenn Sie Liebe spüren, folgen Sie ihr, vielleicht weinen Sie sogar vor Glück. Wenn Sie sich freuen, hüpfen sie vor Freude. Und Angst? Wo ist sie? Verschwunden!

Energie ist eine tolle Sache! Sie spüren sie im Augenblick!

Empfohlene Übungen: 

Wenn Sie gestreßt sind:
Mieten Sie sich eine Almhütte oder Ähnliches für eine Woche. Tun Sie nichts, wozu Sie nicht absolut Lust haben. Am letzten Tag treffen Sie eine Entscheidung!

Wenn Sie sich blockiert fühlen:
Finden Sie heraus, wo die Blockade sitzt. Eine Systemaufstellung hilft Ihnen dabei!

Wenn Sie etwas etwas Unmögliches versuchen:
Nehmen Sie die Hände weg, drehen sich um und gehen weg. Falls Ihnen das schwer fällt, reden Sie mit mindestens zwei Freundinnen oder Freunden darüber.

Für Sie im Gedankenkarussell sitzen:
Begeben Sie sich an einen Ort, an dem Sie ungestört sind und nehmen sich eine Viertelstunde Zeit. Stellen Sie sich bequem hin. Lassen Sie nun „Die, da drin“ oder „Den, da drin“ diese Übung machen und diesen Tag leben.
Nehmen Sie nun wahr, wie von Ihrem Zentrum hinter dem Nabel eine Kraft aufsteigt, die Sie selber sind. Lassen Sie „Die, da drin“ oder „Den, da drin“, immer mehr Raum einnehmen.
Wenn sich Gesten entfalten wollen, lassen Sie sie zu. Wenn sich Gefühle, Einsichten oder Empfindungen zeigen, geben Sie ihnen Raum und vertrauen Sie ihnen.
Nehmen Sie nur wahr, tun Sie nichts von sich aus. Lassen Sie Ihren Kern machen!

Wiederholen Sie diese Übung so oft Sie wollen, am selben Tag und an den Tagen und Wochen darauf. Erinnern Sie sich auch während des Tages immer wieder an Ihre große Seele und überlassen Sie ihr das Feld.
Lassen Sie „Die, da drin“ oder „Den, da drin“ Ihren Tag leben!

Empfehlung für neue Leser: Wenn Sie diesen Blog neu entdeckt haben, empfehle ich Ihnen, auch die älteren Einträge von Anfang an wie ein Buch zu lesen. Wenn Sie es wünschen, kommentieren Sie nach Lust und Laune. Auch Ihre Gedanken gehören dazu und bereichern die Welt. Sobald Sie schreiben, werden Sie gelesen!

Ihr

Karl-Heinz Rauscher

http://www.dr-rauscher.de

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